Aktive Bienenhilfe für jedermann ganz einfach

Aktive Bienenhilfe …
… ist so einfach!

Bienen sind wichtig für die Bestäubung vieler Pflanzen und leisten daher einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und zur Sicherstellung unserer Ernährung. Das Bienensterben, erstmals wurde 2006 über das Bienensterben in Europa berichtet, spitzt sich immer weiter zu und wird global, aber auch vor unserer eigenen Haustür zu einem immer größeren Problem. Es gibt bereits Gegenden, in denen bis zu 85% der Bienenvölker verschwunden sind, das mit gravierenden Folgen.

When we go, we're taking you all with us! Wenn wir gehen (streben), nehmen wir euch alle mit!

Foto: www.fb.com/erhoehtesbewusstsein

In einem gut gemachten Graffiti steht neben aufgesprayten Bienen: »When we go, we’re taking you all with us!«. Wahre Worte, denn schon Albert Einstein mahnte mit »Wenn die Biene einmal von der Welt verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.«
Greenpeace identifizierte in dem in 2013 veröffentlichten Bienen-Report sieben für Bienen gefährliche Pestizide, die sofort verboten werden sollen. Drei der Wirkstoffe,  Imidiacloprid und Clothianidin von Bayer und Thiamethoxam von Syngenta, hat die EU seit dem 1. Dezember 2013 verboten. Insektizide bewirken, dass Bienen orientierungslos rumschwirren. Inhaltsstoffe jener Mittel, die Bauern zur Saatgutbehandlung und -reinigung verwenden, töten die Bienen nicht unmittelbar, die Tiere verlieren jedoch an Orientierung und finden nicht in den Bienenstock zurück. Ein weiterer Tod ist auf die Varroa-Milbe zurückzuführen, die 1977 aus Asien nach Deutschland eingeschleppt wurde. Diese befällt bevorzugt die Larven der Honigbiene. Wird ein befallenes Bienenvolk nicht behandelt, kann es an dem Milbenbefall zugrunde gehen.
Doch Helfen ist nicht aussichtslos. Wie man die kleinen summenden Freunde, gerade zum Sommerstart, auch bei uns ganz einfach unterstützen kann, verraten wir euch gerne.

1. Selber Imker werden
Was könnte es spannenderes geben, als selber Bienen zu halten, dadurch Natur pur vor der Haustür zu erleben, praktischen Umweltschutz zu betreiben und seinen eigenen leckeren Honig zu schmecken am besten. Und gerade Männer wollten doch immer schon einmal Häuptling eines eigenen (Bienen)Volkes sein, oder?! Eine Ausbildung zum Imker ist schon ab einem Alter von 12 Jahren möglich.

2. Honig nur noch regional kaufen
Dieser Tipp ist für jeden einfach umzusetzen, einfach in der Umgebung kaufen, damit ist nicht der Supermarkt um die Ecke gemeint. Denn damit stärkst du die Imker vor Ort, die sich selbst für beste Bedingungen für die Bienen einsetzen. Andererseits erteilen Sie damit dem oft fast schon industriell hergestellten Supermarkthonig eine Absage. Ist kein Imker da, kauft man Bio-Honig aus Deutschland.
Hier findet ihr alle Imker am Beispiel der Region Paderborn: Imker im Kreis Paderborn

Biene3. Bienen etwas zu trinken geben
Im Sommer brauchen Bienen genau wie Menschen Wasser. Und auch wenn kein Garten vorhanden ist, kann den Bienen geholfen werden, ihren Durst zu stellen. Einfach ein flaches Schälchen mit Wasser (z.B. eine Vogeltränke) auf den Balkon stellen. Flache Steine hineinlegen, die etwas hinausragen. So können die Bienen leichter ans Wasser kommen. Idealerweise die Schale neben einen Blumenkasten oder im Garten zwischen blühende Pflanzen stellen. Wird das Wasser dreckig, nehmen die Bienen auch Nährstoffe auf.

4. Auf Pflanzenschutzmittel verzichten
Viele Pestizide und Insektizide schädigen Bienen, daher soweit wie möglich gleich ganz darauf verzichten. Imidacloprid-haltige, Clothianidin-haltige und Thiamethoxam-haltige Pestizidprodukte gänzlich meiden.

5. Bienenfreundliche Pflanzen, Bäume und Sträucher
Wenn der eigene Garten vorhanden ist, dann am besten bienenfreundliche Pflanzen pflanzen. Apfel-, Birnen-, Quitten- und Sauerkirschbäume gehören dazu, wie Erdbeer-, Brombeer- und Johannisbeeranpflanzungen lieben die kleinen Summer. Kräuter und Gemüse, wie Zucchini und Fenchel runden das Bienenparadies ab. Sonnenblumen, Narzissen, Königskerze, Mohn, Krokusse, Margeriten und Rosen sollten den Garten zieren. Wenn dann och Platz ist, dann gerne auch der Kastanie, Haselnuss oder dem Trompetenbaum eine Chance geben. Generell fahren Sie besser, wenn Sie einheimische Arten pflanzen. Das kommt auch anderen Tieren zugute.

6. Ein Garten oder Balkon mit Pflanzenvielfalt ist für Bienen der Himmel auf Erden.




7. Der bienenfreundliche Kräuterblumenkasten
Der Kräuterblumenkasten hat Platz im kleinsten Garten, auf dem Balkon oder gar draußen auf der Fensterbank. Der eine oder andere bienenfreundliche Kräuterblumenkasten hilft den Bienen und liefert euch immer frische Kräuter.

Wichtig: Einen Teil der Kräuter immer so weit wachsen lassen, dass diese Blüten bilden. Zitronenmelisse, Salbei, Lavendel, Schnittlauch, Oregano, Basilikum, Thymian oder Minze empfehlen sich.

8. Der wichtigste Tipp folgt jetzt:
Sagt es allen weiter, die ihr kennt und sorgt für eine stetig wachsende Bereitschaft zur Bienenhilfe.
Apropos, der bienenfreundliche Kräuterblumenkasten oder Samen von bienenfreundlichen Pflanzen sind richtig klasse Geschenkideen.

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